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Zusammenfassung

Autor De Wolf
 - 04.06.2024 13:00
Sind wir dankbar, dass das Geschichte ist - aber was für eine Geschichte!

https://www.youtube.com/watch?v=iWJb_Y35O5A
Autor De Wolf
 - 04.06.2024 12:56
Das zweite, gravierende Problem war, dass - wie bei vielen anderen  Weltanschauungen auch - jede Toleranz gegenüber Andersdenkenden fehlte.

Das galt leider auch für das eigene Lager.

Getreu der Devise: Die Partei hat immer recht.  :reader: 
Autor De Wolf
 - 29.05.2024 14:21
Wir erinnern uns, dass für Marx und Co. die Menschheitsgeschichte keine "Geistesgeschichte" ist (da wären wir nochmal bei Hegel),  sondern eine Abfolge ökonomischer Prozesse und Besitzverhältnisse (denken wir an die Ablösung der mittelalterlichen Feudelherren durch frühkapitalistische Kaufleute oder das Ende der letzten Großkapitalisten durch eine starke, selbstbewusste, kämpferische  Arbeiterklasse).

Das ist fundiert, interessant zu lesen und mit Blick auf die Bezos und Musks dieser Welt  hochaktuell.

Das Problem war der real existierende Sozialismus, bei dem sich alles um langfristige Planwirtschaft und tägliche Quoten drehte.

Dass dabei die Bedürfnisse der "GenossInnen" zu kurz kamen, ist klar. So kam es immer wieder zu fundamentalen Krisen und echten Katastrophen - auf jeden Fall aber zu Frust, Protesten und sogar zu Aufständen.


 
Autor De Wolf
 - 29.05.2024 14:02
Eines wird auf jeden Fall wird deutlich:

Diese großen Truppenverbände auf beiden Seiten wollen unterhalten werden.

Und damit meine ich nicht Musik und Filme im Kasino!

(Obwohl ich alte Jazzer kennengelernt habe, die jahrzehnelang ordentlich Geld verdient haben.)

Eine wichtige Lektion des letzten Jahrhunderts ist, dass Kriege durch ökonomische Faktoren entschieden werden.
Das war auch beim Kalten Krieg so, wo die Nato-Staaten dank ihrer überlegenen Wirtschaftleistung letzlich am längeren Hebel saßen.

Womit wir zu einem Kardinalfehler des Sozialismus kommen... 
Autor Prügelknabe
 - 29.05.2024 08:51
Zitat von: De Wolf am 28.05.2024 14:58... (etwa mit Blick auf die militärische Stärke von Norwegen und - vor allem - der USA)...
Stationierte Soldaten aus den USA und Kanada sind (laut Bildunterschrift) in den jeweiligen Zahlen enthalten. Das kommt auch hin, denn die Bundeswehr hatte nach eigenen Angaben 1959 ca. 250.000 Menschen. Und dass Benelux und DK zusammen 500.000 hatten, glaube ich nicht.

Genauso sieht es wohl mit den roten Feldern aus. Die NVA hatte eine Sollstärke von zuletzt ca. 150.000 Menschen, das wird 1959 nicht mehr gewesen sein. Dass Polen und CSSR zusammen 1,1 Mio. Soldaten hatten, ist sehr unwahrscheinlich. Auch hier dürften die stationierten Sowjetsoldaten eingerechnet sein. Das steht wiederum nicht in der Bildunterschrift  :-\
Autor De Wolf
 - 28.05.2024 14:58
Zitat von: Prügelknabe am 28.05.2024 14:29Das ist eine lustige Karte. Einerseits wird Spanien und Portugal zusammen genannt, obwohl (sichtbar) Spanien zu diesem Zeitpunkt gar nicht in der NATO war. Andererseits sind Norwegen und Island als Mitglieder gekennzeichnet, deren Truppenstärke aber nicht angegeben. OK, Island hat einen Sonderstatus und muss keine eigenen Streitkräfte unterhalten (was wiederum nicht heissen muss, dass keine NATO-Streitkräfte stationiert waren), aber Norwegen nicht.

Na ja. Als  "lustig" würde ich die Karte nur bedingt bezeichnen.
Eher als korrekturbedürftig (etwa in puncto Spanien) und unvollständig (etwa mit Blick auf die militärische Stärke von Norwegen und - vor allem - der USA).

Warum zwei Mal drei Ostblockländer zusammengefasst sind, ist auch nicht ganz klar.
Aber immerhin bekommen wir einen Eindruck von der Stärke der Blöcke (und der Staaten, die mehr oder weniger neutral sind).

Wobei der Stand der von 1959 ist und sich in der Folgezeit noch einiges verändert.

Wenn ich eine bessere Karte (oder ergänzende Zahlen) finde, werde ich sie umgehend posten.

Danke @Prügelknabe für Deinen Beitrag.  :up:
Autor Prügelknabe
 - 28.05.2024 14:29
Zitat von: De Wolf am 25.05.2024 14:46...

 https://de.wikipedia.org/wiki/Warschauer_Pakt#/media/Datei:EuropaNATOWP1959.png  :-\
 
Das ist eine lustige Karte. Einerseits wird Spanien und Portugal zusammen genannt, obwohl (sichtbar) Spanien zu diesem Zeitpunkt gar nicht in der NATO war. Andererseits sind Norwegen und Island als Mitglieder gekennzeichnet, deren Truppenstärke aber nicht angegeben. OK, Island hat einen Sonderstatus und muss keine eigenen Streitkräfte unterhalten (was wiederum nicht heissen muss, dass keine NATO-Streitkräfte stationiert waren), aber Norwegen nicht.
Autor De Wolf
 - 25.05.2024 14:46
Nun werfen wir einmal einen Blick auf die Landkarte jener Zeit . Nehmen wir die Mitgliedsstaaten des Warschauer Paktes in den Blick.

Die Staaten des Natobündnisses.

Und einige weitere - die einen besonderen Status haben.

 https://de.wikipedia.org/wiki/Warschauer_Pakt#/media/Datei:EuropaNATOWP1959.png  :-\


 
Autor De Wolf
 - 24.05.2024 22:01
Interessant auch, wie der Pakt propagandistisch-ideologisch "verkauft" wurde:

Als ,,Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand".

Unterzeichnet am 14. Mai 1955. Nur wenige Tage nach der Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO.

Die - nota bene  - am 9. Mai 1955 erfolgt war.
An einem Tag mit hoher Symbolkraft.
Genau zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges!
Autor De Wolf
 - 24.05.2024 21:44
Zunächst einmal ist festzuhalten:

Auch wenn der RIAS - der Radiosender im Amerikanischen Sektor - über den Aufstand berichtete und damit den Menschen im Osten zumindest moralische Unterstützung und Stimme gab - die Westmächte (und allen voran die USA) sahen die Entwicklungen mit Sorge und warnten vor einer Eskalation.

Sie sahen die Gefahr, dass aus dem Kalten Krieg ein heißer werden konnte.

So blieb der Eiserne Vorhang geschlossen und der Status Quo gewahrt.

Allerdings war jedem Politiker und Militär klar, dass auch nach dem Tode Stalins kein Tauwetter zu erwarten war, dass vielmehr die Sowjetunion ihren Status als Großmacht verteidigen und Aufstände mit aller Härte niederschlagen würde.

Dem galt es Rechnung zu tragen:
In letzter Konsequenz durch erhöhte Wachsamkeit und Wehrhaftigkeit.
Konkret:
Durch die Stärkung des westlichen Verteidigungsbündnisses  - der Nato - auch mit bundesdeutschen Soldaten.

Klar- dass die Gegenseite darauf reagierte: Sie gründete den Warschauer Pakt!   :'(

   
Autor De Wolf
 - 26.04.2024 18:40
Was aber waren die Lektionen, die aus dem 17. Juni gezogen wurden?  :-\
Autor De Wolf
 - 15.08.2021 21:23
Wenn ich es recht bedenke, hat es seit Konfuzius Zeiten keine Philosophie mehr gegeben, die in ähnlicher Weise Geschichte gemacht hat.

Wenn auch anders, als die Genossen Marx und Engels das im Sinne hatten.

Bevor ich sarkastisch werde, verlinke ich noch etwas aus der Welt der Satire..

https://www.google.com/search?q=marx+sorry+jungs&sxsrf=ALeKk02X3k-ldzMlpEXPEQLJUQVLmXXA3Q:1629055109349&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=mFtgKFW2VK74aM%252C4AgELtcq9W7HYM%252C_&vet=1&usg=AI4_-kRWtNam9M34jInPMscWKGdthG2LmA&sa=X&ved=2ahUKEwiIt_KY37PyAhVE_7sIHdWXDDwQ9QF6BAgIEAE#imgrc=ViuipI2I6SqRLM

Autor De Wolf
 - 29.07.2021 20:18
So wird (als treffliches Beispiel Hegelscher Dialektik) aus Realem Sozialismus - Realsatire... :(
Autor De Wolf
 - 29.07.2021 20:14
Sehr erhellend ist auch ein Wort von Kurt Barthel, dem 1. Sekretär des Schriftstellerverbandes der DDR an die Adresse der Bauarbeiter:

,,Da werdet ihr sehr viel und sehr gut mauern und künftig sehr klug handeln müssen, ehe euch diese Schmach vergessen wird.
Zerstörte Häuser reparieren, das ist leicht.
Zerstörtes Vertrauen wieder aufrichten ist sehr, sehr schwer"

Sogar Bert Brecht sah sich da zu einer Replik genötigt und empfahl der Regierung in seinem Gedicht "Die Lösung", sich angesichts der eklatanten Vertrauenskrise doch besser - ein anderes Volk zu wählen.

B.B. entschied sich aber doch, dieses Gedicht nicht zu veröffentlichen.

Es erschien erst nach seinem Tod, der ihn am 14. August 1956 ereilte.

Die Zeitung, die es erstmals druckte war "Die Welt" (1959)!  :-\

Autor De Wolf
 - 29.07.2021 20:01
Oder - ein Zitat von Lenin:

Die Freiheit ist etwas Wertvolles. So wertvoll, daß man sie nur portionsweise vergeben darf.  :'(