Autor Thema: Faktensammlung Nordische Mythologie  (Gelesen 16317 mal)

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Offline De Wolf

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Antw: Faktensammlung Nordische Mythologie
« Antwort #25 am: 19.11.2018 16:45 »
Hey - von ferne höre ich es raunen...  :up:
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Offline De Wolf

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Antw: Faktensammlung Nordische Mythologie
« Antwort #26 am: 22.12.2018 21:42 »
Klar. Es handelt sich um das  berühmte Runenalphabet.

Wobei die Nordmänner durchaus auch unsere Schrift kannten.

So raubten sie neben Schätzen auch Waffen aus südlichen Gefilden und kopierten sie fachmännisch. Inklusive christlicher Sinnsprüche.

Sicher ist sicher.  :up:

« Letzte Änderung: 17.03.2022 18:52 von De Wolf »
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Antw: Faktensammlung Nordische Mythologie
« Antwort #27 am: 22.12.2018 21:47 »
Da wir schon bei Sprachen sind.

Welche wurde eigentlich damals von Norwegen bis Island gesprochen?  :-\
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Offline p-fm

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Antw: Faktensammlung Nordische Mythologie
« Antwort #28 am: 23.12.2018 00:52 »
Da fällt mir doch das Altnordische oder besser das Altwestnordische ein.  :)

Das wurde ja wohl auch auf den Faröerinseln, Shetland und Schottland gesprochen.

Da kommen wir doch zum Thema Brexit:
Die Schotten wollen in der EU bleiben und die Norweger wollten nicht rein.
Bei der Geschichte? :-\

Offline De Wolf

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Antw: Faktensammlung Nordische Mythologie
« Antwort #29 am: 23.12.2018 15:00 »
Danke für die Ergänzung. Gefragt war in der Tat diese Sprache, die QDlern als Norn bekannt ist.

Ein Begriff der sich vom Adjektiv norðroenn (nördlich, vom Norden kommend) herleitet.

Eigentlich ist Norn ein Sammelbegriff für die verschiedene Sprachen bzw. Dialekte in diesem Teil der Welt.

Von denen das Altisländische besonders wichtig ist.

Denn in dieser Sprache ist die sagenhafte Edda verfasst. :reader:

Norn ist bekanntermaßen eine tote Sprache, was die Forschung ziemlich erschwert.

Immerhin: Was bis heute auf den Faröern zu hören ist, kommt der Sache ziemlich nahe.

Zudem hört man von Schotten, die nicht dicht machen, sondern die Beziehungen zu den skandinavischen Verwandten intensivieren wollen.

Aber das nur nebenbei! ;)
« Letzte Änderung: 26.02.2019 22:10 von De Wolf »
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« Antwort #30 am: 06.01.2019 17:58 »
Schon merkwürdig. Kalt ist es und finster und ich zimmere hier Bretter zur düsteren Mythologie der Nordlichter.

Aber was tut man nicht alles für seine geneigten Foristas? ;)

Also kommen wir nochmal zum Fenriswolf und seiner family.

Zu der gehören auch seine Söhne Skalli und Hati.

Gefräßige Gesellen, die am Tag des Endkampfs sogar vor Sonne und Mond nicht halt machen. 

Eher von der guten Sorte sind die wölfischen Begleiter Odins:

Geri (der Gierige) und Freki (der Verfressene), die beim Göttervater an der Tafel sitzen und Anteil bekommen an allem, was Herrchen gereicht wird.

Der kann sich das leisten, denn er ernährt sich eh nur von Met.

Na dann.

Skål!    :wine:



 
« Letzte Änderung: 06.01.2019 22:42 von De Wolf »
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« Antwort #31 am: 26.02.2019 21:39 »
Wo simmer denn heute dran?

Bei einer echten Lichtgestalt der eher dunklen germanischen Götterwelt.

Ja, so etwas gibt es tatsächlich.  :))

Balder bzw. Baldur. Was urgermanisch Herr, Held, Fürst bedeutet (QD-relevant).

Oft wird er als Gott des Lebens, des Wachstums, der Freude gesehen. Oder - grob gesagt - als Herr des Frühlings.

Da ist was dran.

Ganz genau genommen ist er aber eine Personifizierung der Sonne.

Somit gehört ihm die ganze erste Hälfte des Jahres von der Winter- bis zur Sommersonnenwende.

Die markiert einen dramatischen Wendepunkt - gerade im Leben eines Gottes.

Da stirbt Baldur. Womit das Leben kontinuierlich an Kraft verliert.  :'(

Aber nicht für ewig. Mit der Wintersonnenwende werden die Tage wieder länger.

Das neue Leben beginnt.

So sind sie, die alten Naturreligionen.

Das Leben - ein ewiger Kreis...  :-\

« Letzte Änderung: 27.02.2019 12:58 von De Wolf »
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« Antwort #32 am: 26.02.2019 21:40 »
Und wie heißt - QD-relevant - sein holdes Weib?   :sg_smile: 
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Online Cristina Viv

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« Antwort #33 am: 27.02.2019 01:42 »
Nanna,  nanna 🎶🎶🎶
Cristina Viv

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Antw: Faktensammlung Nordische Mythologie
« Antwort #34 am: 27.02.2019 23:00 »
Auch das ist absolut richtig. Danke für die 1a Unterstützung.  :up:

Applaus. Applaus!  :winke:
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« Antwort #36 am: 01.03.2019 11:58 »
Das lautmalerische Nanna lässt an Mama denken.

Das ist auch wirklich eine Bedeutung dieses altnordischen Namens. Eine andere ist: Die Wagemutige. 

Wagemutige Mutter - klingt nach einem positiven Frauenbild. Nicht wahr?  :up:

Damit nicht genug.

Wie bei der Gattin Balders zu erwarten ist ist sie eine Naturgöttin und steht somit für die Schönheit üppiger Blütenpracht.

Entsprechend nahe geht ihr der Tod Balders. So sehr, dass ihr Herz bricht und sie ihm ins Hels Reich, in die Totenwelt folgt.

Der Stoff aus dem Dramen sind. Oder eben - Mythen?  :-\

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« Antwort #37 am: 08.03.2019 12:47 »
Womit wir zu einem mythischen Tierchen kommen. Eine Idee?

Und nein - es ist weder Wolf noch Fuchs...

Quelle ist die Wikipedia.  ;)

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Offline Fauchi

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« Antwort #38 am: 08.03.2019 16:15 »
Das ist Ratatösk, das Eichhörnchen, wie sie gerade an Yggdrasil hochrennt  :)
Sie wird wie üblich irgendeinen Tratsch von unten nach oben befördern, die alte Ratschkaddl ;-)

Jetzt hab ich’s entziffert was daneben steht:
Ratatöskur ber öfundarord millu arnarin og Nídhoggs
Ratatosk trägt Gemeinheiten zwischen dem Adler und Nídhoggur (hin und her)
« Letzte Änderung: 08.03.2019 16:42 von Fauchi »
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« Antwort #39 am: 08.03.2019 20:16 »
Vielen herzlichen Dank für diese profunde Erklärung. Chapeau!  :servant:

Die besagte Esche Yggdrasil(l) ist übrigens ein riesiger Weltenbaum, wie ihn viele indogermanische Völker kennen.
Eine wahrhaft kosmische Größe, die die ganze Schöpfung (Unterwelt, Welt und Himmel) umfasst, erhält und erneuert.

Schauen wir nochmal ein größeres Bild an. Unten ist übrigens Nidhöggr zu sehen, der böse Drache. Der kleine schwarze Vogel oben ist der Adler.

https://de.wikipedia.org/wiki/Yggdrasil#/media/File:AM_738_4to_Yggdrasill.png

Imposant sind die Zweige des Baums, die die neun Welten der Götter (Asen), der Menschen (Midgard) und anderer Wesen (Zwerge, Riesen, Tote etc.) miteinander verbinden.

Erklärt auch die Vorliebe unserer Altvorderen für mächtige Bäume wie die Donareiche bei Geismar. 

Die Etymologie ist etwas unklar. Iggr heißt Schrecken. Drassil das Ross. Was auf das schreckliche Pferd Odins (Sleipnir) verweist.
Das wurde dort vielleicht angebunden, wenn der Gott zum Thing, zum Gerichtsplatz ging, der auch am Baum lag.

Die Experten rätseln noch und der Laie - wundert sich.  :-\




 
« Letzte Änderung: 09.03.2019 12:44 von De Wolf »
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« Antwort #40 am: 17.03.2022 18:32 »
Nach längerer Pause wieder einmal eine Frage aus dem "Hohen Norden", die offensichtlich von einem Menschen mit Fachwissen stammt.

"Wie würde man die "Draugr" des skandinavischen Volksglaubens am ehesten im Deutschen bezeichnen?"

Interessant ist schon einmal das "religionswissenschaftlich korrekte" Wort "Volksglauben".
Vor nicht allzu langer Zeit hätte hier noch Aberglaube gestanden.  ;)

Aber was ist die korrekte Antwort?
Halbgötter?
Riesen?
Wiedergänger?
Oder doch Zwerge?

Vielleicht hat jemand einen - Animus?  :up:
« Letzte Änderung: 17.03.2022 21:30 von De Wolf »
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Offline Regel No 19

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« Antwort #41 am: 17.03.2022 19:48 »
Andernorts würde man die am ehestens als Zombies bezeichnen


Der Sage nach in ihrem Körper weiterlebende Tote


Auch wenn der physische Teil leicht defekt war


 [SiS41] [SiS41] [SiS41]


« Letzte Änderung: 19.03.2022 09:18 von Regel No 19 »
Rule N°1
Do not act incautiously when confronting little bald wrinkly smiling men.

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« Antwort #42 am: 17.03.2022 22:15 »
Dankeschön für die kompetente Unterstützung.  :up:

Wobei die klassischen Zombies im Voodookult (angeblich) unter dem Bann eines Zauberers stehen, dessen Befehlen sie sklavisch gehorchen müssen.
Eine wissenschaftliche Erklärung wäre, dass die Opfer durch Drogen betäubt und somit ihres Willens beraubt werden.  :'(

Heute verstehen wir unter Zombies ja meist Untote, die wieder zurückkommen, um den Lebenden Schaden zuzufügen.
Das Motiv kann ungestillter Lebenshunger sein.
Dass ein Mensch gewaltsam zu Tode kam und Rache nehmen will.
Dass er ein Übeltäter war, der keine Ruhe findet.
Oder zu lange betrauert wurde und darum nicht gehen kann.
Oder er wurde Opfer einer Naturkatastrophe, eines Virus, eines schiefgegangenen Forschungsexperiments oder  - was auch immer. 

Da spielen viele Ängste mit. Weshalb das Motiv in vielen Kulturen vorkommt.

Auch ein Draugr hat meist böse Absichten (kann aber zuweilen besänftigt werden und sich dann hilfreich erweisen).
Dabei ist sein Wirkungskreis (meist) begrenzt auf sein Grab und dessen nähere Umgebung. Andererseits gibt es Geschichten, in denen jemand seinen Radius erweiterte, indem er sich durch   das Erdreich fortbewegt hat.

Um das zu verhindern hilft es, wenn der Tote eine Schrifttafel ins Grab mitbekommt mit der Anweisung, doch gefälligst Ruhe zu geben. (Wichtig ist, die Schriftseite auf den Toten zu legen, dass der sie auch zu lesen kann).

Es gab auch Fälle, bei denen Tote gefesselt und/oder postum ihre Knochen gebrochen wurden.

Ein weites (Gräber-)feld...

Seltsam? Aber so steht es geschrieben...  :-\
 
« Letzte Änderung: 30.04.2022 21:27 von De Wolf »
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