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Philosophie für Einsteiger

Begonnen von De Wolf, 15.09.2015 11:03

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De Wolf

Zitat von: Prügelknabe am 28.05.2024 14:29Das ist eine lustige Karte. Einerseits wird Spanien und Portugal zusammen genannt, obwohl (sichtbar) Spanien zu diesem Zeitpunkt gar nicht in der NATO war. Andererseits sind Norwegen und Island als Mitglieder gekennzeichnet, deren Truppenstärke aber nicht angegeben. OK, Island hat einen Sonderstatus und muss keine eigenen Streitkräfte unterhalten (was wiederum nicht heissen muss, dass keine NATO-Streitkräfte stationiert waren), aber Norwegen nicht.

Na ja. Als  "lustig" würde ich die Karte nur bedingt bezeichnen.
Eher als korrekturbedürftig (etwa in puncto Spanien) und unvollständig (etwa mit Blick auf die militärische Stärke von Norwegen und - vor allem - der USA).

Warum zwei Mal drei Ostblockländer zusammengefasst sind, ist auch nicht ganz klar.
Aber immerhin bekommen wir einen Eindruck von der Stärke der Blöcke (und der Staaten, die mehr oder weniger neutral sind).

Wobei der Stand der von 1959 ist und sich in der Folgezeit noch einiges verändert.

Wenn ich eine bessere Karte (oder ergänzende Zahlen) finde, werde ich sie umgehend posten.

Danke @Prügelknabe für Deinen Beitrag.  :up:
It's gotta be purrfect!

Prügelknabe

Zitat von: De Wolf am 28.05.2024 14:58... (etwa mit Blick auf die militärische Stärke von Norwegen und - vor allem - der USA)...
Stationierte Soldaten aus den USA und Kanada sind (laut Bildunterschrift) in den jeweiligen Zahlen enthalten. Das kommt auch hin, denn die Bundeswehr hatte nach eigenen Angaben 1959 ca. 250.000 Menschen. Und dass Benelux und DK zusammen 500.000 hatten, glaube ich nicht.

Genauso sieht es wohl mit den roten Feldern aus. Die NVA hatte eine Sollstärke von zuletzt ca. 150.000 Menschen, das wird 1959 nicht mehr gewesen sein. Dass Polen und CSSR zusammen 1,1 Mio. Soldaten hatten, ist sehr unwahrscheinlich. Auch hier dürften die stationierten Sowjetsoldaten eingerechnet sein. Das steht wiederum nicht in der Bildunterschrift  :-\

De Wolf

Eines wird auf jeden Fall wird deutlich:

Diese großen Truppenverbände auf beiden Seiten wollen unterhalten werden.

Und damit meine ich nicht Musik und Filme im Kasino!

(Obwohl ich alte Jazzer kennengelernt habe, die jahrzehnelang ordentlich Geld verdient haben.)

Eine wichtige Lektion des letzten Jahrhunderts ist, dass Kriege durch ökonomische Faktoren entschieden werden.
Das war auch beim Kalten Krieg so, wo die Nato-Staaten dank ihrer überlegenen Wirtschaftleistung letzlich am längeren Hebel saßen.

Womit wir zu einem Kardinalfehler des Sozialismus kommen... 
It's gotta be purrfect!

De Wolf

Wir erinnern uns, dass für Marx und Co. die Menschheitsgeschichte keine "Geistesgeschichte" ist (da wären wir nochmal bei Hegel),  sondern eine Abfolge ökonomischer Prozesse und Besitzverhältnisse (denken wir an die Ablösung der mittelalterlichen Feudelherren durch frühkapitalistische Kaufleute oder das Ende der letzten Großkapitalisten durch eine starke, selbstbewusste, kämpferische  Arbeiterklasse).

Das ist fundiert, interessant zu lesen und mit Blick auf die Bezos und Musks dieser Welt  hochaktuell.

Das Problem war der real existierende Sozialismus, bei dem sich alles um langfristige Planwirtschaft und tägliche Quoten drehte.

Dass dabei die Bedürfnisse der "GenossInnen" zu kurz kamen, ist klar. So kam es immer wieder zu fundamentalen Krisen und echten Katastrophen - auf jeden Fall aber zu Frust, Protesten und sogar zu Aufständen.


 
It's gotta be purrfect!

De Wolf

Das zweite, gravierende Problem war, dass - wie bei vielen anderen  Weltanschauungen auch - jede Toleranz gegenüber Andersdenkenden fehlte.

Das galt leider auch für das eigene Lager.

Getreu der Devise: Die Partei hat immer recht.  :reader: 
It's gotta be purrfect!

De Wolf

It's gotta be purrfect!

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