Autor Thema: Fakten zur Musikgeschichte  (Gelesen 77715 mal)

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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #375 am: 05.02.2020 22:28:41 »
Von dem viele andere Künstler bis heute profitieren...  ^-^

https://www.youtube.com/watch?v=SlPhMPnQ58k
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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #376 am: 05.02.2020 22:30:28 »
Team Thusmenius

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>:D  Oh Quizzus, oh Quizzus, gib mir meine Punkte wieder!  >:D



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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #377 am: 05.02.2020 22:33:17 »
Die kupfern ja nur ab !  :))
Da sieht man die Genies der Klassischen Musik !  :up:
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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #378 am: 06.02.2020 13:25:55 »
Die kupfern ja nur ab !  :))
Da sieht man die Genies der Klassischen Musik !  :up:

Wie sagte es doch Andy Warhol? Kunst ist es, wenn Du damit durchkommst.

Ein Plagiat wäre demnach nur dann eines - wenn Du auffliegst.

Wobei die Grenze zwischen künstlerischer Reverenz und  dreistem Notenklau fließend ist.

Trotzdem fuchst es einen scho' - wie mancher moderne Komponist zu Ruhm und Reichtum gekommen ist.

 
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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #379 am: 06.02.2020 13:28:16 »
Ich sage nur - Andrew Lloyd Webber.  >:D

Lust auf eine kleine Analyse seiner genialen - Raubzüge?

https://www.youtube.com/watch?v=4eMf_smG4Uk
« Letzte Änderung: 06.02.2020 13:35:35 von De Wolf »
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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #380 am: 06.02.2020 13:49:55 »
Ich sage nur - Andrew Lloyd Webber.  >:D

Lust auf eine kleine Analyse seiner genialen - Raubzüge?

https://www.youtube.com/watch?v=4eMf_smG4Uk

Für mich eindeutig ein Plagiatist !
Bisschen Veränderung hier und da, musste seinen Kopf nicht selbst anstrengen, aber einen Haufen abkassiert !
Hab es vorher noch nicht so wahrgenommen, erst jetzt durch deinen Hinweis! :up:
Mit fremden Federn sich schmücken !!! [SiS24]
« Letzte Änderung: 06.02.2020 13:56:02 von Cristina Viv »
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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #381 am: 06.02.2020 14:36:22 »
Für mich eindeutig ein Plagiatist !
Bisschen Veränderung hier und da, musste seinen Kopf nicht selbst anstrengen, aber einen Haufen abkassiert !
Hab es vorher noch nicht so wahrgenommen, erst jetzt durch deinen Hinweis! :up:
Mit fremden Federn sich schmücken !!! [SiS24]

Da ist es dann schon fast ausgleichende Gerechtigkeit, wenn angesichts des Mega-Erfolges des Webberschen Phantoms gleich mehrere Tourneetheater auf dem Trittbrett mitfuhren.

Die Krönung war eine Inszenierung mit Musik von - Weber.

Sah nach einem Druckfehler aus -  war et aber nich'.

Federführend war in einem Fall eine Nadia-Carina Weber, über die sonst nur wenig bekannt ist.

Dem Vernehmen nach wurden auch mal Kompositionen von Carl Maria von Weber verwendet (QD-bekannt als Cousin von Mozarts Ehefrau Constanze).

Was manchem Fan erst in der teuer bezahlten Aufführung auffiel - wenn überhaupt.

"Komisch- die Aufführung in Essen war irgendwie anders... "

Aber ich schweife ab...   ;)

« Letzte Änderung: 06.02.2020 19:36:04 von De Wolf »
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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #382 am: 07.02.2020 20:45:16 »
Kommen wir zu Mozarts Requiem KV 626. Seinem legendenumwobenen letzten Werk, in dem auch einige Arbeit drinsteckt.

Es war ein Auftragswerk für Franz de Paula Anton Reichsgraf von Walsegg (auch Wallsegg). Einem Adligen, der einem besonderen "Hobby" frönte.

Er bestellte Kompositionen, um sie unter eigenem Namen aufzuführen.

In diesem Fall war das eine musikalische Totenmesse für seine verstorbene Frau.

Um im Hintergrund zu bleiben, bediente er sich eines "grauen Boten", der Mozart einen Heidenschrecken einjagte: Dachte er doch - dies wäre sein Todesbote und die Messe wirklich die eigene.   :o

Ob das wirklich den frühen Tod des Meisters (mit-) verursacht hat ist - unklar...   :-\

Klar ist: Das Werk blieb unvollendet und somit unverkäuflich. Weil aber die Witwe Constanze mit zwei Söhnen dastand und Geld brauchte, bat sie Franz Xaver Süßmayr, einen Schüler Mozarts, die fehlenden Teile zu ergänzen.

Was möglich war, weil Mozart

a.) einiges an Vorarbeiten geleistet hatte.

und

b) die  klassische Kompositionstechnik dem Schüler half, im Sinne des Lehrers weiterzukomponieren.

Er musste keine neuen Räder erfinden.

So entstand also das Requiem, wie wir es heute kennen. Wobei es experimentelle Aufführungen gibt, bei denen nur die original mozartschen Noten zu hören sind. Schon spooky, wenn das Werk immer dünner wird und sein Ende mitten im Satz findet.

Nachtrag: Am Schluß wird deutlich, dass Süßmayr seine Grenzen stößt.

Mozart hatte - an Bach und Händel  geschult - eine abschließende Fuge für vier Chorstimmen und Orchester  vorgesehen und skizziert.

Sein Schüler beschränkte sich auf ein einfaches Amen. Zwei Silben. Zwei Akorde. War vielleicht besser so..

Worauf andere Komponisten versuchten, doch eine Fuge im Sinne des Meisters zu komponieren...

Mit - interessanten Ergebnissen.

Aber jetzt grabe ich wirklich tief. Faq, alter Freund und Kupferstecher,  hilfst Du mir mal und hältst die Grubenlampe?  ;)
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« Antwort #383 am: 07.02.2020 20:47:17 »
Kleiner Link zum Fragment mit Noten...?

https://www.youtube.com/watch?v=M_0wBTkkT7U
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« Antwort #384 am: 07.02.2020 21:07:51 »
Im Film Amadeus 😍 ist auch der Konkurrenzkampf zwischen Mozart und Salieri gut dargestellt worden.
Mozart starb ja bettelarm ! Ich glaube man weiß nicht einmal wo er bestattet wurde.  :o
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« Antwort #385 am: 07.02.2020 23:14:53 »
Im Film Amadeus 😍 ist auch der Konkurrenzkampf zwischen Mozart und Salieri gut dargestellt worden.
Mozart starb ja bettelarm ! Ich glaube man weiß nicht einmal wo er bestattet wurde.  :o

Den Amadeus-Film nehme ich mir an anderer  Stelle vor. Versprochen.

Ein Problem bei den Mozarts war, dass sie von Haushaltsführung keine Ahnung hatten. Im Nachlass des Meisters fand sich neben extravaganter Kleidung - ein Billiardtisch.

Ein Statussymbol der Hautevollee.

Da diese damals um hohe Summen spielte,  ist es kein Wunder, dass Mozart nicht über die Runden kam. Trotz eines Jahreseinkommens, das nach heutigem Wert irgendwo zwischen 120.000 und 150.000 Euro lag. 

Aber das nur nebenbei.

Übrigens bestätigt die Causa Mozart den bösen Spruch, dass ein Künstler erst mal sterben muss, um in den Olymp zu kommen.

So setzte der Kult um Mozart erst viele  Jahre nach seinem Tod ein - aber dann richtig.

Ich sage nur Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann, der den Wilhelm durch einen Amadeus ersetzte.

Die Sache mit dem Armengrab ist übrigens auch romantische Legende.

In jenen "aufgeklärten" Zeiten waren schlichte Begräbnisse durchaus die Norm.

In diesem Fall auf dem Friedhof St. Marx (!) - außerhalb der immer enger werdenden Stadtmauern.

Dort wurde denn auch zu Mozarts 100. Todestag 1891 an der ungefähren, stets umstrittenen Stelle ein Scheingrab mit einem Mozart-Denkmal errichtet.

Wobei ein findiger Friedhofswächter die ziemlich öde Stätte mit Teilen anderer Grabmäler ausstattete.

Mit Erfolg.

An dem Säulenstumpf legen Besucher bis heute Blumen und Fanpost ab und entzünden Kerzen. Zum Todestag kam auch lange Jahre ein unbekannter Verehrer, der eine Flasche Cognac öffnete und einen Toast sprach.

Halt nein. Das war bei E.A. Poe....  :-[
« Letzte Änderung: 07.02.2020 23:28:14 von De Wolf »
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« Antwort #386 am: 16.06.2020 20:26:22 »
Dann kommen wir zu einem echten musikalischen Multitalent. Béla Bartók (*1881; † 1945).

Dieser ist ein bedeutender Vertreter der Moderne und sicher der bekannteste ungarische Komponist. 
Einen Namen machte er sich auch als Pianist und Musikethnologe.

In seinem Schaffen ließ er sich von den Klangfarben der französischen Impressionisten inspirieren.

Ebenso von der Volksmusik seiner Heimat mit ihrer schlichten, rauhen zuweilen archaischen Melodik und z.T. hochkomplexen Rhythmen.

Bis heute fester Bestandteil des internationalen Konzertprogramms ist sein Musikdrama um "Blaubarts Burg", das er seiner - Frau widmete.  :o

   
« Letzte Änderung: 16.06.2020 20:31:53 von De Wolf »
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« Antwort #387 am: 16.06.2020 20:27:07 »
Seltsam? Aber so steht es geschrieben...  :-\
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« Antwort #388 am: 16.06.2020 20:31:11 »
Kleiner Link zu Blaubart im ungarischen Original mit englischen Untertiteln.
Vorsicht. Gegen Ende wird es sehr - Spooky...

https://www.youtube.com/watch?v=sx_4xDA2w0A
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« Antwort #389 am: 08.08.2020 16:21:48 »
Ziemlich schwere Kost,nicht wahr?

Dann kehren wir zurück ins 18. Jahrhundert. Zu einer von Joseph Haydns leichteren, galanteren Kompositionen.

Der Symphonie Nr. 55, die der Meister Anno 1774 für seinen  Dienstherrn den Fürsten Esterhazy schrieb. Sie trägt seit den 1850er Jahren den Namen "Der Schulmeister".
Was angeblich auf das schreitende Thema des Adagios zurückgeht. Oder auf die Stimmführung der Celli, die an den steten Redefluss des Pädagogen erinnern sollen.

Typisch "romantische" (oder gar biedermeierliche) Deutungsversuche, die Haydn ein mildes Lächeln abgenötigt hätten.

Mozart eine etwas deftigere Repliken.

Aber ich schweife ab.

 ;)
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« Antwort #390 am: 08.08.2020 16:27:45 »
Welcher Titel würde Euch einfallen. Vorschläge?  ;)

https://www.youtube.com/watch?v=ffZNNxpZSbE
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« Antwort #391 am: 08.08.2020 16:48:31 »
Zu QD-Ehren kam neben Joseph auch sein Bruder Johann Michael Haydn, der ebenfalls Komponist wurde.

Beide waren zunächst Sängerknaben im renommierten Chor zu St. Stephan in Wien. Später zog es Michael nach  Salzburg, wo er 43 Jahre lang als Hofmusicus,  Concertmeister, Organist und Hofkomponist tätig war.

Sein Kollege (und Freund) war zeitweise Mozart, bevor dieser zur Beförderung seiner Künsterlaufbahn nach Wien zog. 

Michael blieb Salzburg - still, bescheiden und beliebt -  bis zu seinem Lebensende 1806 treu.

Von seinen 360 sakralen und weltlichen Kompositionen ist bis heute vielleicht die Bekannteste sein Kyrie aus der Deutschen Messe ("Hier liegt vor deiner Majestät".).

Evangelischen Kirchgängern auch als "Lied vom Weizenkorn" bekannt.

Hätte auch Joseph nicht besser hingekriegt!  :up:
« Letzte Änderung: 08.08.2020 16:55:12 von De Wolf »
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« Antwort #392 am: 08.08.2020 16:50:58 »
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« Antwort #393 am: 18.11.2020 20:08:36 »
Dann machen wir mal wieder einen romantischen Zeitsprung und kommen zu einem kleinen Klavierstück in der Tradition von Schuberts Moments musicaux.

Dem Zürcher Vielliebchenwalzer in Es-Dur für Piano solo.  Zu spielen „so lustig wie möglich, aber mit leidenschaftlichem Anstand“.

Komponiert hat ihn - kaum zu glauben - Richard Wagner Anno 1854 anläßlich des Besuchs einer junge Dame namens Marie Luckemeyer.

Merke: Weniger ist manchmal mehr! ;) 

 
« Letzte Änderung: 18.11.2020 20:13:18 von De Wolf »
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« Antwort #394 am: 18.11.2020 20:11:07 »
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« Antwort #395 am: 18.11.2020 21:27:16 »
Da war Richard Wagner scheints verliebt , da hüpfte ihm das Herz !
Als Anmerkung schrieb er darunter:
"So lustig wie möglich, aber mit leidenschaftlichem Anstand !" :))
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« Antwort #396 am: 19.11.2020 20:00:15 »
Wobei es mit dem Anstand des Meisters so eine Sache war. Mit seiner ersten Ehefrau Minna war er zwar 30 Jahre verheiratet, tat sich aber mit der ehelichen Treue schwer.

QD-relevant ist Wagners zweite Ehefrau: Cosima geb. de Flavigny. Diese war eine  Tochter Franz Liszts und einer gewissen Marie d'Agoult.

Verheiratet war die gute (?) Cosima zunächst mit dem Dirigenten Hans von Bülow, einem Freund Wagners.

Als sie Wagner kennen- und lieben lernte, führte das zu einem brisanten Doppelleben.

So wurde Sohnemann Siegfried ein Jahr vor der Scheidung geboren. :(

Nach Wagners Tod übernahm Cosima die Leitung der berühmten Festspiele, die sie hütete wie gewisse Ritter den Heiligen Gral.

Ihr wisst ja: Jugend und Glück und so... 

Mir fällt da eher Wahnfried ein...

Cosimas Nachfolge trat dann Jung-Siegfried an, der das profitable Erbe weiter pflegte.
Dieser war übrigens ein Schüler von Engelbert Humperdinck, der gerade in puncto   Orchestrierung viel von Siegfrieds Papa hatte.

Puhh. Was für ein Stoff. Wäre doch was für einen der üblichen ZDF Vierteiler...  :'(

Genug davon. 

Ich suche Abstand und besinne mich dabei auf meinen Lieblingsphilosophen Nietzsche, der irgendwann auch genug von Wagners hatte.

Wie wäre es mit den "Carmen Suiten"? Oder den "Arlesiennes"? Yessss...  :up: 




   
 
« Letzte Änderung: 19.11.2020 20:10:06 von De Wolf »
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« Antwort #397 am: 19.11.2020 20:03:28 »
Gerne Wolf!  :up:
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« Antwort #398 am: 19.11.2020 20:08:20 »
Da sinnse...  :winke:

Carmen - voller Leidenschaft:

https://www.youtube.com/watch?v=ez059nk2TTw

Und - mein Allzeit-Favorit -  die "Arlesiennes" mit ihrem mediterranen Flair...

https://www.youtube.com/watch?v=hBlNa9_RCNw  :up:
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« Antwort #399 am: 19.11.2020 21:25:19 »
Zu Carmen fällt mir so auf anhieb ein


Die Zigarrenfabrik, der Ort der Handlung ist heute Teil der Universität von Sevilla


und es gibt eine sehr schöne Verfilmung des Themas von Carlos Saura mit Paco de Lucia an der Gitarre
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