Autor Thema: Fakten zur Musikgeschichte  (Gelesen 119586 mal)

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Online Cristina Viv

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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #400 am: 09.12.2020 16:20 »
https://youtu.be/bbTWJTK2oCs

Für mich persönlich eine der schönsten Arien !  :up:
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Offline De Wolf

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Antw: Fakten zur Musikgeschichte
« Antwort #401 am: 27.12.2020 18:14 »
Hochdramatisch, wenn der Spaßmacher sich von seiner Liebsten betrogen sieht und in ein verzweifeltes Lachen ausbricht.

Raffiniert ist, dass in der Oper ein Schauspiel abläuft, bei dem die Zuschauer nicht mehr durchschauen, was Spiel ist und was Wirklichkeit.

Bis zum blutigen Ende.

Da sind wir beim Verismo. Einer Gattung, die einige Parallelen zu unserem Naturalismus hat.

Aus dem Deutschunterricht fällt mir da der Bahnwärter Thiel ein, mit dem es ja auch kein gutes Ende nimmt. 

Veristische Züge finden sich auch bei Puccini.

Etwa in seiner "Tosca", die am 17. und 18. Juni 1800 in Rom spielt. Genau zu der Zeit, als Napoleon bei Marengo einen seiner spektakulärsten Siege erringt.

Auch hier gibt es jede Menge Liebe, Leidenschaft, doppeltes Spiel und schnöden Verrat.

Komisch: Warum hab ich jetzt plötzlich so ein Verlangen nach Hühnchen?  :-\
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Offline De Wolf

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« Antwort #402 am: 10.03.2021 10:02 »
Warum auch immer.

Weiter im Text. Oder im Libretto.

Wir kommen zu einigen Arien Puccinis.

Ich sage mal:  Vissi d'arte...
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Offline De Wolf

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« Antwort #403 am: 10.03.2021 10:13 »
Ich lebte für Kunst, ich lebte für Liebe,
Ich habe nie eine Seele verletzt...

Bei vielen Leiden wusste ich, dass ich geholfen habe.
Immer mit aufrichtigem Glauben...

Warum, warum, Herr,
warum zahlst du mir das so zurück?  :(

Welche engagierte, couragierte Person singt dieses Klagelied?  :-\
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Offline Sisterinheart

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« Antwort #404 am: 10.03.2021 14:38 »
Tosca?
Team Thusmenius

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>:D  Oh Quizzus, oh Quizzus, gib mir meine Punkte wieder!  >:D



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Offline De Wolf

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« Antwort #405 am: 10.03.2021 21:30 »
Tosca?

Das ist absolut richtig! Dankeschön, liebe Sis' für Deine Unterstützung!  :winke:

Hab einmal eine Aufführung mit alternativem Ende erlebt.

Statt des fatalen Sturzes von der Engelsburg erlebte die geplagte Dame da eine Art Himmelfahrt.

Nach all dem Stress mit ihrem geliebten Widerstandskämpfer hatte sie die auch  verdient...  :(
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Online Cristina Viv

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« Antwort #406 am: 10.03.2021 21:55 »
Die geplagte Dame hat bestimmt daran geschnüffelt !  :megalaugh:
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« Antwort #407 am: 10.03.2021 22:42 »
Wir erinnern uns: Mit Tosca kam die Zärtlichkeit... 

 [SiS19]
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« Antwort #408 am: 01.11.2022 13:20 »
Wir erinnern uns: Mit Tosca kam die Zärtlichkeit... 

 [SiS19]

Und gaanz viel Gefühle...

Die sind ja das A und O in der Romantik, die bekanntermaßen um 1800 die Wiener Klassik ablöste,  die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts prägte (und dem, was kommen sollte den Weg bereitete).  .

Eine Zeit des Umbruchs. Der Retrospektive. Die Menschen suchen Locations mit Geschichte und Flair. Große Gefühle. Auch Nationale.

Wobei die Atmosphäre politische Restauration und Repression dazu führt, dass die Kunst den Blick auf eine imaginäre (und z.T. idealisierte) Vergangenheit lenkt.

Oder auf Geschichten mit Gefühl und/oder psychologischem Tiefgang.

Oder - eine Verbindung dieser Elemente.

Und immer wieder spielen Frauen da eine wichtige Rolle und müssen der Kunst manches Opfer bringen.

Tosca ist da ein treffendes Beispiel.

Aber sicher fallen Euch noch andere ein. :-\
« Letzte Änderung: 01.11.2022 13:24 von De Wolf »
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Online Michael

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« Antwort #409 am: 02.11.2022 19:14 »
Violetta aus „La Traviata“… Die hat die Tuberkulose dahinjerafft…

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« Antwort #410 am: 02.11.2022 22:01 »
Violetta aus „La Traviata“… Die hat die Tuberkulose dahinjerafft…

War damals eine Krankheit die ganze Bevölkerungschichten bedroht hat. Gerade Menschen, die in 
den rapide wachsenden Industriestädten Arbeit und Obdach suchten.

Aber bei der Hautevollee wurde das natürlich anders gesehen als beim gemeinen Volk.
Dieser Hauch von Tragik, der die Betroffenen umwehte.
Die noble Blässe.
Eine Dame mit TBC schrie - nein -  verzehrte sich geradezu nach einem Beschützer...  :(
« Letzte Änderung: 02.11.2022 22:36 von De Wolf »
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« Antwort #411 am: 02.11.2022 22:02 »
Warum muss ich jetzt an Kate Moss denken?  :-\
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« Antwort #412 am: 14.01.2023 11:16 »
Klar - eine Kultfigur jener Zeit...  :-\
« Letzte Änderung: 14.01.2023 11:23 von De Wolf »
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« Antwort #413 am: 14.01.2023 11:22 »
Wobei selbst große Genies - auf der Bühne umjubelt, in den Salons umworben - nicht vor der Krankheit verschont blieben.

Ein Beispiel war (dem Totenschein zufolge) Frederic Chopin, der mit gerade mal 39 Jahren starb.   

Dieser verfügte, dass sein Herz ins sein geliebtes Heimatland Polen überführt würde. Da ist es bis heute. In einer Grabwand in einer Warschauer Kirche. Mit Alkohol konserviert (vermutlich Cognac).

Ein wichtiges Forschungsobjekt für Mediziner und Forensiker...  :'(
« Letzte Änderung: 18.01.2023 12:54 von De Wolf »
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« Antwort #414 am: 14.01.2023 11:22 »
Womit wir schon wieder (fast) bei der Schauerromantik angelangt wären...  :-\
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« Antwort #415 am: 18.01.2023 12:59 »
Die auch manchem Künstler ein schauriges Schicksal bescherte. 
« Letzte Änderung: 18.01.2023 13:46 von De Wolf »
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« Antwort #416 am: 18.01.2023 13:46 »
Nehmen wir nur Mozart, dessen ziemlich überraschender Tod mit gerade einmal 35 Jahren bis heute Rätsel aufgibt.

Eine Vermutung, die er selber hegte und die sich bis heute gehalten hat ist:

Der Komponist starb an einer Vergiftung. Die allerdings ohne böse Absicht geschah.
Schon der junge Mozart bekam von von seinem arzneikundigen Vater allerlei Pülverchen, die damals jede(r) einnahm.
Etwa Antimon, das als Stimmungsaufheller Verwendung fand. Oder Brechmittel, um den Kater  nach durchzechten Nächten zu bekämpfen.
Da wurde viel experimentiert und - dosiert. Oft zu hoch.

Bei Mozart kam hinzu, dass sein Hausarzt seinen Patienten zur Ader ließ, was diesen zusätzlich schwächte.

Das Ende kam so schnell, dass sogar der Mediziner überrascht war.

So wurde über Mozarts Tod viel spekuliert, was im Laufe der Zeit dann zu typisch "romantischen" Legenden und Mythen führte...

Zu dem idealisierten Bild Mozarts, das bis heute fortwirkt. Auch und gerade, weil es gut zu vermarkten ist.

Aus dem ewig klammen Leichtfuss und Enfant Terrible wurde eine tragische Lichtgestalt.

Der "deutsche Tonsetzer" schlechthin, der - leider, leider - am Unverstand seiner Zeitgenossen, an intriganten Kollegen und höfischer Kamarilla scheiterte.

Diese künsterische  Apotheose brauchte natürlich auch einen Bösewicht von Format, der der ewigen (?) Verdammnis anheimfallen sollte.

Idealerweise einen Ausländer ohne Sinn und Verständnis für deutsches Kulturstreben.

Am Besten einen italienischen Rivalen, der nicht einsehen wollte, dass seine Zeit vorbei war. Der zu jeder Schandtat bereit war - zur Not auch auch zu einem Giftmord!

Eine Idee?  :-\
« Letzte Änderung: 19.01.2023 22:52 von De Wolf »
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