Autor Thema: Schweizer Fragen  (Gelesen 18760 mal)

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« Antwort #75 am: 22.10.2018 17:56:46 »
Nach längerer Pause wieder einmal eine neue (?) Frage zu bella Swizzera.  Zumindest ist sie recht aktuell.

Wo steht der Roche Tower, der mit 178 m das höchste HOCHHAUS des Landes ist?

Gefragt ist tatsächlich das Land.

Und wen es interessiert.

Zu finden ist es in - Basel.

Wobei sich in dem imponierenden, 2015 vollendeten Gebäude die Büros des Schweizer Pharmakonzerns Hoffmann-La Roche befinden. 

Ein zweiter Turm ist im Bau und wird wohl 2021 gefragt sein...  :))

Das höchste freistehende BAUWERK der Schweiz steht übrigens nicht weit entfernt: Es ist der Fernsehturm  St. Chrischona mit stolzen 250 Metern.

Aber das nur nebenbei.... 
« Letzte Änderung: 22.10.2018 18:00:56 von De Wolf »
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« Antwort #78 am: 26.10.2018 21:46:42 »
Weiter geht es mit den Schweizer Alpen.  Genauer DEN markanten Gipfeln der Berner Alpen. Eiger, Mönch und Jungfrau.

Interessant die Herkunft der Namen. Eiger (mittelhochdeutsch Hej-Gêr) heißt schlicht hohe Spitze.

Mönch. Da denkt der Kenner zunächst an die Klosterbrüder im benachbarten Interlaken. Mitnichten. Im Berner Oberland wurden kastrierte Hengste (die qd- relevanten Wallache) gehalten, die im Volksmund Mönche heißen. Der Spitzname ging dann auf den Berg über.

Die Jungfrau dagegen hat ihren Namen tatsächlich von Augustinernonnen, die in der Region lebten.

Alles ganz einfach für den, der es weiß.  ;)

« Letzte Änderung: 26.10.2018 22:04:01 von De Wolf »
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« Antwort #79 am: 26.10.2018 21:50:10 »
Ich habe da tatsächlich Schwippschwäger, die mir einige Male Quartier gegeben haben. Und die entsprechenden Infos.  :))

Ein paar Impressionen - verbunden mit einem schönen Heimatlied?

https://www.youtube.com/watch?v=iA-nhE2heuo

 :winke:

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« Antwort #80 am: 05.12.2018 21:24:01 »
Da wir gerade bei Schweizer Bergen sind, blicken wir noch einmal auf das Matterhorn, das wir ja alle (?) aus der Toblerone-Werbung kennen.

Aber wie heißt bitteschön der Wintersportort zu seinen Füßen?  :-\
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« Antwort #81 am: 11.05.2019 12:05:45 »
Keine Idee? Oder schlicht - keine Lust?  :(

Der Ort ist natürlich Zermatt. Eine der grössten Schweizer Gemeinden.
Und eine der wirtschaftlich bedeutendsten.
Klar: Bei der Lage, die seit alters her Touristen anzieht.
Bergsteiger und Hirten gab es schon vor 8000 Jahren.
Bereits 1820 gab es eine kleine Gastwirtschaft.
1838 eine Herberge, die sechs Gästen Quartier bot.
1852 wurde das erste kleine Hotel eröffnet. Das "Mont Cervin" mit 14 Fremdenbetten.
1855 folgte das legendäre "Monte Rosa" der Familie Seiler.

Seitdem sind es ein paar mehr geworden.  :))

Anzumerken ist  vielleicht noch, dass 22 Viertausender ganz oder teilweise auf Zermatter Gebiet liegen. Auch die Dufourspitze...

Klingt interessant? Ist es sicher auch! Sollte mir selber ein Bild von dem Örtchen machen.

Sponsoren sind herzlich willkommen.  ;)
« Letzte Änderung: 11.05.2019 12:07:27 von De Wolf »
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« Antwort #82 am: 11.05.2019 13:49:53 »
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« Antwort #83 am: 11.05.2019 19:49:45 »
 :winke:
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« Antwort #84 am: 25.07.2019 17:48:18 »
Da wir gerade bei der Geographie sind.

Welcher der 26 Kantone (Cantons, Cantoni, Chantuns) ist flächenmäßig der Größte?  :-\
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« Antwort #85 am: 25.07.2019 17:49:10 »
Graubünden?  :-\
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« Antwort #86 am: 25.07.2019 18:16:44 »
Graubünden?  :-\

Das ist absolut - richtig. Applaus. Applaus. Applaus.  :winke:
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« Antwort #87 am: 25.07.2019 18:29:28 »
Die imponierende Fläche von 7.105 km² resultiert daraus, dass Graubünden oder das Bündnerland im Spätmittelalter aus einer Tripel-Allianz kleinerer Staaten entstanden ist.

Mit von der Partie war der Gotteshausbund,  der Obere oder Graue Bund und der Zehngerichtebund. Die sich bildeten, um mächtigen Adelsgeschlechtern wie den Habsburgern Paroli zu bieten.

Aber das nur nebenbei.

Zur Orientierung.

Graubünden ist etwa dreimal so groß wie das Saarland. Etwas kleiner als Kreta. Und ungefähr so groß wie das dänische Seeland, die größte Insel der Ostsee...  :reader:
« Letzte Änderung: 25.07.2019 22:45:45 von De Wolf »
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« Antwort #88 am: 26.07.2019 10:43:40 »
Und weiter geht es mit etwas Schweizer Kantonsgeschichte.

Was bitteschön geschah Anno 1847/1848?

Ein Tipp.

Auch im übrigen Europa ging es ordentlich rund.  ;)
« Letzte Änderung: 26.07.2019 10:46:41 von De Wolf »
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« Antwort #89 am: 28.07.2019 20:58:20 »
Keine Idee?  :-\
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« Antwort #90 am: 28.07.2019 21:21:22 »
Revolutioooooon


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« Antwort #91 am: 28.07.2019 22:59:43 »
Stimmt das war's. Wer weiß näheres.

Sachdienliche Hinweise... ich mein': Ihr wisst Bescheid!  ;)
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« Antwort #92 am: 01.08.2019 15:13:47 »
Auch wenn die Schweizer Konförderation heute als Vorbild demokratischen Miteinanders gilt - der Weg dahin war weit.

Die Kantone hatten lange Zeit ein hohes Maß an Eigenständigkeit. Und bewahrten die auch.

Das bedeutete: Hier Katholiken. Dort Protestanten (Reformierte). Ländliche Kantone mit bäuerlichem Traditionssinn gegen solche mit neuzeitlich-städtischem Profil. 

Dazu kamen mit der Aufklärung auch liberale Gedanken auf, die viele Schweizer begeisterten.

Es gab aber auch Widerstand konservativer Geister, die über eine Sezession nachdachten.

Erinnert ganz entfernt an den amerikanischen Bürgerkrieg. Bei dem ja die Sklavenfrage nur eine unter vielen war. 

Irgendwann entzündete sich der entscheidende Funke.

Es kam zum sog. Sonderbundskrieg, in dem eine Minderheit von sieben konservativen Kantonen ihrem Wunsch nach Eigenständigkeit militärisch Nachdruck verlieh.

Nicht sehr erfolgreich.

Der eigentliche Konflikt dauerte vom 3. bis zum 29. November 1847.

Hilfreich war, dass der General der Bundestruppen Dufour nicht einfach für Ordnung sorgte, sondern auf die Einhaltung humanitärer Grundsätze bedacht war.

Sein Motto: „Wir müssen aus diesem Kampf nicht nur siegreich, sondern auch ohne Vorwurf hervorgehen.“

1848 bekam die Schweiz dann eine neue Bundesverfassung, die auf der der Vereinigten Staaten basierte und bis heute gilt.

Aus den ehedem eher losen Staatenbund aus souveränen Kantonen entstand der moderne Bundesstaat (ohne Austrittsrecht).

Der Preis der Einheit? 150 Gefallene und rund 400 Verwundete....

Das "Mutterland der modernen Demokratie" - die USA - zahlte einen deutlich höheren Preis.  :-\



   
« Letzte Änderung: 01.08.2019 21:59:31 von De Wolf »
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« Antwort #93 am: 01.08.2019 16:02:08 »
Und erst beim Wiener Kongress 1814 / 1815 wurde die Neutralität der Schweiz von den europäischen Staaten anerkannt.
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« Antwort #94 am: 01.08.2019 22:04:50 »
Und erst beim Wiener Kongress 1814 / 1815 wurde die Neutralität der Schweiz von den europäischen Staaten anerkannt.

Danke für Deine (QD-relevante) Ergänzung.  Ja, ja die Schweizer Geschichte. Willst Du ein bisschen mit mir graben? FAQ - hältst Du mal die Grubenlampe?

Halt nee.

Der ist anderweitig aktiv...  :(
« Letzte Änderung: 01.08.2019 22:46:36 von De Wolf »
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« Antwort #95 am: 30.08.2019 20:56:19 »
Ihren Status als Eidgenossen und wehrhafte freie Bürger des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation haben die Schweizer schon im Mittelalter behauptet und verteidigt.  :nunchaku: 

Wobei sie zunächst weidlich in der europäischen Politik mitmischten. Ein bekanntes Beispiel ist das Reislaufen junger Burschen, die sich als Söldner verdingten und gerade in den endlosen Kriegen  zwischen Habsburg, dem Papst, Frankreich, Venedig, Mailand etc. eine wichtige Rolle spielten.

Ich sage nur: Die Schweizer Garde des Papstes oder der französischen Könige.

Solche Engagements schwächten nicht nur die ökonomische Basis des Mutterlandes.

Es gab manchen Aderlass. Etwa bei der Schlacht von Marigniano in der Lombardei Anno 1515, wo die bis dato unbesiegbaren Eidgenossen gegen die Franzosen eine schwere Schlappe kassierten.

Also Rückzug...  :'(

Eine kluge Entscheidung: Der Schweiz blieben in der Folge blutige Bürger- und Glaubenskriege erspart.
Nicht nur das.
Die Eidgenossen nahmen die Gräuel in den  Nachbarländern zum Anlass, auf immerwährende bewaffnete Neutralität zu setzen und diese am Ende des Dreißigjährigen Krieges auch durchzusetzen. 
Das Land löste sich also von dem ohnehin nur noch losen Verbund des Reiches und wurde damit erstmals "unabhängig".  :up:

Wobei diese Unabhängigkeit immer noch vom Goodwill der europäischen Großmächte abhängig war.

So hatten die französischen Revolutionäre keine Skrupel, die Schweiz 1798 zur Tochterrepublik bzw. zum Satellitenstaaten Frankreichs zu machen.
Das kam nicht gut an. Es gab Unruhen und einen bewaffneten Aufstand.
Napoleon Bonaparte beruhigte die angespannte Lage 1803, indem er der Schweiz wieder eine föderalistische Verfassung und den Kantonen weitgehende Autonomie gewährte.
So entstand (gewissermaßen) die "moderne Eidgenossenschaft".  Bis heute auch als  Helvetische Konförderation bzw. Confoederatio Helvetica (CH) bekannt.

Nach den Ende von Napoleons Kaiserreich gab es für die Siegermächte durchaus die Option, die "Konkursmasse" neu zu verteilen. Was mehr als einmal geschah.

Im Fall der Schweiz einigte man sich allerdings darauf, die Neutralität zu garantieren.

Womit wir wieder bei Sitting Bull angekommmen sind.

Howgh. Ich habe - geschrieben.   :winke:
« Letzte Änderung: 30.08.2019 21:38:59 von De Wolf »
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« Antwort #96 am: 01.09.2019 09:08:46 »
Dankeschön  :) Viel Interessantes dazugelernt 

« Letzte Änderung: 03.09.2019 21:51:01 von Muskatella »
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Offline De Wolf

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« Antwort #97 am: 01.09.2019 21:38:27 »
Dankeschön  :) Viel Interessantes dazugelernt

Freut mich. Bleiben  wir dran...  :winke:
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