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Die Bibel

Begonnen von De Wolf, 05.05.2017 18:14

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De Wolf

#25
Danke für die Klicks der letzten Tage. Und erst recht für nette Feedbacks auch per PN.

So bekam ich den Hinweis auf eine QD-Frage zur Schöpfungsgeschichte.
Wo im Urtext von "Tohu va Bohu" die Rede ist.
Was sich recht verschieden übersetzen lässt.

Wie Luther (recht nah am hebräischen Wortsinn) mit "wüst und leer". 

In der katholischen Einheitsübersetzung mit ,,wüst und wirr".

Am gelungensten finde ich die lautmalerische Übertragung des jüdischen Theologen Martin Buber: "Irrsal und Wirrsal".

QD-technisch empfiehlt sich aber - wüst und leer...  :up:
It's gotta be purrfect!

De Wolf

Und noch eine Geschichte von Lot und seinen Töchtern.

Die machen sich ernsthafte Sorgen, wie die Familiengeschichte weitergehen soll.

Sie machen den Vater betrunken und - sorgen für Nachwuchs:

So erblicken Moab und Ben-Ammi das Licht der Welt.

Die Stammväter der Moabiter und der Ammoniter, mit denen Israel oft im Clinch lag.

Ich hab  den leisen Verdacht, da wollte jemand mit der Verwandtschaft abrechnen...  :-\





It's gotta be purrfect!

De Wolf

#27
Und damit kehren wir zu Abraham zurück.

Vor dreißig, vierzig Jahren gab es sie noch: Langstreckennomaden, die zwischen  Afghanistan und Algerien unterwegs waren. Eine faszinierende, mittlerweile untergegangene Welt...

Dagegen mutet die Route Abrahams vor 3500 bis 4000 Jahren fast schon bescheiden an.
Von Ur im Zweistromland über das syrische Harran weiter nach Kanaan (inklusive einer kurzen Visite in Ägypten).
Ca. 2500 km.

Aber der gute Mann hatte ja auch die Zeit...

Muslime sind davon überzeugt, dass er auch Mekka kannte und an der Kaaba mitbaute. 

Aber das nur nebenbei... 

Warum nimmt er das auf sich?

Die entscheidende Motivation war sicher die Aussicht auf eine große Nachkommenschaft.

Nur: Lange Zeit sieht es nicht danach aus.

Da besinnen sich  Abraham und Sara auf die antike Form der "Leihmutterschaft".
Sarahs ägyptische Dienerin Hagar ist es, die Abraham zum stolzen Vater macht.   

Der Sohn ist Ismael und gilt als Ahnherr der Völker Arabiens. Ein genialer Kunstgriff Mohammeds, denn somit ist die Jüngste der drei monotheistischen Religionen im Lichte der Verheißung doch die Älteste.  :reader:

Ein Anspruch, über den sich streiten lässt - was die Brudervölker bekanntermaßen bis heute tun...  >:D

A propos Bruder...

Stimmt. Da war doch etwas mit Klein-Isaak.  :-\

Den krieje mer später, versproche! ...  :up:



It's gotta be purrfect!

De Wolf

#28
Vater werden ist nicht schwer?

Von wegen. Karel Gott war 66, Steve Martin 67, als der Nachwuchs kam.

Anthony Quinn war bereits 81 und stolzer Vater von 11 Kindern, als noch ein Nesthäkchen geboren wurde.

Unglaublich...

Abraham aber toppt sie alle. Ismael erblickt das Licht der Welt, da ist der Papa 86.

Der kleine Isaak (qd-relevant!) blickt in das Gesicht eines Hundertjährigen.
Der noch 75 Jahre vor sich hat.  :opa:

Aber das ist gar nichts gegen Noah mit 950 Jahren. Oder Methusalem, der sogar 969 Jahre alt wurde.

:reader:

:think:

War da vielleicht doch der Wunsch Vater des Gedankens?

Interessant ist ein jüdischer Brauch, wo man einem lieben Menschen zum realen Alter noch etliche Jahre dazu gibt.  :-*

Zum Beispiel 70 plus 30.  (Wörtlich 70 bis 100).

Ich habe auch mal gehört, dass im Zweistromland verdiente Menschen statt Ehrentitel zusätzliche Lebensjahre verliehen bekamen.

Die Quelle - ist mir entfallen.  :-[

Tja - das Alter...  :'(

It's gotta be purrfect!

Can-El


De Wolf

It's gotta be purrfect!

De Wolf

#31
Hallo und - Lust auf ein bisserl biblische Landeskunde?

Dann blicken wir auf das  Land, das Abraham versprochen wurde - Kanaan, auch bekannt als das Land, wo Milch und Honig fließen.

Schon die Ägypter gebrauchten den Begriff für die vielen kleinen Königreiche und Stammesgebiete nordöstlich von Ägypten. Und übten sich in Militärpräsenz und der bekannten Strategie des teile und herrsche. 

Später als Pharaos Macht bröckelte - ergänzten sie die Bezeichnung um den Hinweis:  Kanaan im Lande (oder besser unter der Oberhoheit) der Philister.

Die ja auch den Israeliten ziemlich zu schaffen machten.

Ach ja. Das Volk Gottes.

Dessen Landnahme erfolgte über Jahrhunderte hinweg -  meistens auf friedlichem Wege.

Durch Einwanderung.

Zuweilen auch Dank Allianzen mit Bewohnern des Landes, die dem Gott der Befreiung etwas abgewinnen konnten und wollten.

Was dann wohl auch zu "Bauernrevolten" geführt hat.

Erst in den Büchern Numeri, Josua und Richter wird daraus ein nationalreligiöses Epos gestrickt, das Geschichte machte.

Die Eroberung des Landes und der Städte (Jericho - genau). 

Der archaölogische Befund ist da eher dürftig bis nicht existent.

Interessant ist, dass der Begriff Kanaan noch in griechischer Zeit verwendet wurde. 

Erst die Römer ersetzten ihn dann durch die Bezeichnung Syria.

Und später - nach den verheerenden jüdischen Kriegen - wurde dann Palästina draus.

Also Philisterland.

Bis in unserer Zeit Israel - nach 2000 Jahren der Zerstreuung (Diaspora) -  wieder eine Heimstatt bekam.

Jetzt wäre viel über das heutige Israel oder Palästina zu sagen.

Aber das ist eine andere Geschichte...  :-\   



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De Wolf

#32
Damit kommen wir zu einer der dramatischsten Episoden der Abrahamsgeschichte.

Der (Beinahe-)opferung von Isaak.

Im Ernst - wo gibt es denn so was?

Nun - in vielen alten Kulturen.

So hat der englische Archaöloge Sir Leonard Woolley in Ur monumentale Königsgräber entdeckt.
In einem legte er die Überreste von 92 Personen frei.
Offensichtlich war der gesamte Hofstaat des Königspaares mit begraben worden.
Vergiftet.
Ob sie es eingeflößt bekamen oder freiwillig tranken - wir werden es nie erfahren.

Und  es ist - pardon - auch ziemlich irrelevant! 

Klar ist - sie waren Opfer ihres Gottkönigs, dem es natürlich auch nach dem Tod an nichts fehlen sollte.

Dabei waren diese Herrscher noch bescheiden, verglichen mit den Azteken,
die bei großen Festen - etwa der Einweihung der großen Stufenpyramide von Tenochtitlan - viele Tausende Menschen massakrierten...

Fast muss man die gallischen Fürsten hier im Südwesten loben, die neben Pferden und Schätzen nur einige wenige Personen mitnahmen...

Aber nur fast...  :(

Die Geschichte von Abrahams und Isaaks Opfergang muss also vom Ende her gelesen werden.

Sie ist eine klare Absage an eine uralte Praxis, die für viele Völker erschreckende Normalität war.

So steht am Ende dieser Geschichte auch "nur" ein  Tieropfer.

Das aber auch - je länger je mehr - kritisch gesehen wird.

So hören wir beim Propheten Hosea kurz und bündig (Kapitel 6. Vers 6) 

,,Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer!"  :up:

It's gotta be purrfect!

De Wolf

Hallo und - weiter geht's mit Isaak.

Legendär die Brautwerbung um die ebenso schöne wie starke Rebekka. Die sich bereitfindet, die Kamele des werbenden Knechts zu tränken.

Ein interessanter Anachronismus. Denn in dieser alten Zeit - Anfang des zweiten Jahrtausends - sind diese Tiere noch gar nicht im Einsatz. Jedenfalls nicht in diesem Teil der Welt...

Bilder von Nomaden aus ägyptischen Gräbern zeigen, dass sie mit Eseln unterwegs sind.

Aber klar: Die biblische Überlieferung entstand gut 1000 Jahre später.

Das nur nebenbei.  :up:

Aus der Beziehung gehen bekanntermaßen zwei Söhne hervor. Der wilde, etwas einfach gestrickte  Esau und der sanfte, aber listige Jakob. Ersterer Papas Liebling - letzterer der der Mama.

Kennen wir auch irgendwoher...

Legendär ist die Geschichte wie Jakob dem Älteren sein Erstgeburtsrecht abluchst. Mit einer leckeren Suppe aus roten Linsen.

Wenn das kein Deal ist.

Künftig trägt Esau den Spitznamen Edom - der Rote (derselbe Wortstamm wie bei Adam). Und wird zum Ahnherrn des Wüstenvolkes der Edomiter, mit dem Israel - na ihr wißt schon.  :baseball:

Immer wieder spannend, solche Familiengeschichten. Nicht wahr...  ?   ;)





It's gotta be purrfect!

De Wolf

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De Wolf

#35
Tja. Jakob. Hätte er es mal es dabei bewenden lassen, dem Älteren das Erstgeburtsrecht abzuluchsen.

Aber nein.

Er geht aufs Ganze, spielt den Esau und - holt sich vom blinden Isaak auch noch den väterlichen Segen.

Damit ist das Maß übervoll. Jakob muss fliehen - zu seinem Onkel. Laban. Dem Bruder Rebekkas.

Unterwegs macht er Rast, schläft ein und hat einen merkwürdigen Traum. Der Himmel ist offen und Engel kommen herunter auf die Erde und steigen wieder hinauf.

Wie? Über eine Stiege oder eine Leiter? Oder wieder über Stufen wie beim wohlbekannten Zikkurat?
Das hebräische Wort lässt alle Deutungen zu. 

Die Letztere ist aber vielleicht die Plausibelste. Denn Jakob erklärt selbst seinen Traum, das wäre ein besonderer Ort - das Haus Gottes, Beth El.

Womit er offensichtlich ein uraltes Heiligtum für sich beansprucht.

https://www.google.de/search?q=jakob+bethel&rlz=1C1GKLB_enDE666DE676&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwj50ZOZsazUAhVM6RQKHWhnAQcQ_AUIDCgD&biw=1280&bih=633#q=jakob+bethel&tbm=isch&tbs=rimg:CWg5nZIshv9jIjjG89-GFrQDKPvZrhR4bsq-c1fRj2BFj5gRUfHcHz9IV-Z7Yrzi6GPpp5ju_1oR22EqQHNQ1gO0YEioSCcbz34YWtAMoETTNez_1rRbrPKhIJ-9muFHhuyr4RdMAA-EcSVFIqEglzV9GPYEWPmBGiLeEmBLTa6SoSCRFR8dwfP0hXESeevApt1bF0KhIJ5ntivOLoY-kRQ6UPQ-1Z4asqEgmnmO7-hHbYShGiLvfiNgiJYioSCZAc1DWA7RgSEXmZAGPNix2S&imgrc=4KoURQ82H4TlXM:

Wobei wir dieses "Beth" auch aus einem anderen Ortsnamen kennen: Bethlehem. Haus des Brotes.

Und die Jakobsleiter auch aus dem Baumarkt - oder vom letzten Schiffstörn?  :))

https://www.google.de/search?q=jakobsleiter+strickleiter&rlz=1C1GKLB_enDE666DE676&tbm=isch&source=lnms&sa=X&ved=0ahUKEwj7v4rrsKzUAhXK7BQKHa1iBlwQ_AUIDygB&biw=1280&bih=633#imgdii=6aTmPWBtGsd0MM:&imgrc=gjQei0mig0BXXM:
   



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Oder aus meinem Garten... Dort blüht sie hübsch und blau. ;)
Try, try again!


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De Wolf

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De Wolf

Wenn mich jemand fragt nach dem schönsten Ort in Jerusalem - die Entscheidung ist nicht einfach:

Aber da ist ein Ort in dieser hektischen Stadt, den muss mensch gesehen haben.

Die Synagoge in der Hadassah-Klinik. Dort nämlich hat Marc Chagall von 1960 bis 1962 12 imponierende Glasfenster geschaffen.

Diese stellen die 12 Stämme Israels dar, die ihren Ursprung auf die Söhne Jakobs zurückführen.

Da wäre jetzt viel zu schreiben. Ich sage nur - ansehen. Oder zumindest recherchieren.

QD relevant:

Ruben. Der Älteste der 12. 

Joseph und Benjamin, die Söhne von Jakobs Lieblingsfrau Rahel, die der Patriarch besonders ins Herz geschlossen hatte. Das führte zu großen Familienstreit, in dessen Folge die 10 den älteren Joseph nach Ägypten verkauften.

Wo dieser Karriere machte und später die ganze Familie vor einer Hungersnot rettete.  :up:

Unvergesslich der Moment, als der hohe Herr sich den Brüdern zu erkennen gibt. 

"Ihr hattet Böses mit mir vor - aber Gott hat es zum Guten gewendet." 

Ein toller Bildungsroman, den Thomas Mann später nochmal "aufgelegt" hat.

Aber das nur nebenbei.  :))

Einen Nathanael sucht man in dieser Geschichte  vergebens.   

QD relevant allerdings ist - Levi. Zumindest indirekt. Denn auf ihn berufen sich die Priester  des Gottesvolkes, weshalb der Stamm als einziger kein Siedlungsgebiet hatte (und brauchte).

Um trotzdem wieder auf die Zwölfzahl zu kommen, wurden Josephs beide Söhne Manasse und Ephraim bemüht. 

Vorsicht: Eine QD-Frage nach den Beiden ist so clever formuliert, dass ich beim ersten Mal tatsächlich 12 tippte.  :))

 
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De Wolf

#41
Vielleicht noch ein paar Infos zu den Göttern aus der Zeit des AT.

Da ist zunächst einmal El, der im vorderen Orient große Verehrung genießt. Er ist  König der Götter und Chef im Götterrat, thront folglich im Himmel oder oder zumindest auf einem hohen Berg. Eine uralte Vorstellung, wie sie ja auch den Griechen vertraut ist. Ich saach mal Zeus sein Olymp...  :))

Auch Israel verehrt El als "Gott der Väter" (und Mütter) und setzt ihn allmählich in Beziehung zum Gott der Befreiung aus ägyptischer Knechtschaft  (Jahwe).

Die Wortwurzel El findet sich auch im arabischen Allah.

Seine Ehefrau ist die Göttermutter Athirat, eine emanzipierte Dame, die eine  separate Residenz hat und ihre eigenen Entscheidungen trifft.

Die Kinder dagegen müssen Papa gehorchen. Sogar Sohnemann Baal, der Gott des Gewitters, des Regens und des Wachstums.

Was ebenfalls an Zeus erinnert...

An Baals Seite - Astarte, die Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe.

Mächtige Götter, die auch in Israel Verehrer fanden. Bis sich laaangsam der Monotheismus durchsetzte... 

Dessen Anhänger aus dem erhabenen Herrn/Fürsten (Baal Zebub) den Beelzebub (den Herr der Fliegen oder des Kots) machten...

Aber das ist eine eigene Geschichte...  :-\

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De Wolf

#46
Ein vergleichender Religionswissenschaftler würde vielleicht sagen:

Zeus, Thor oder der keltische Taranis sind (indo)germanische Gottheiten.

Baal dagegen ist semitisch.

Das sind verschiedene Welten.

Die einfachen Menschen, die die Macht der Elemente am eigenen Leib spürten, die sahen das sicher anders.  :'(

Erst recht die Mächtigen, die natürlich die Vermischung der Religionen förderten und sagten:

Eure Gottheiten, liebe Völker, sind von den Unseren gar nicht so verschieden. 

:gruknu:

Das Stichwort heißt Synkretismus.

Ein imponierendes Beispiel ist der große Jupitertempel von Baalbek (!)  im Libanon. Oder die Tempel von Palmyra, die von islamistischen Eiferern so schwer beschädigt wurden...  :'(

Wieder ein weites Feld...  :-\

Dass sich Religionen "vermischen", das  gibt es übrigens auch im Christentum.

So haben die ägyptischen Kopten das Bild des Totengottes Osiris mit dem des auferstandenen Christus verbunden.

Weil der reitende Wotan (Odin) mit seiner wilden Jagd bei den Germanen große Attraktivität besaß, wurde er von den Missionaren nicht einfach "abgeschafft" sondern mit Christus als Heerführer verglichen.
Oder mit dem Erzengel St. Michael.
Zuweilen auch mit dem guten Reitersmann  St. Martin. 
Entsprechendes Brauchtum hat sich laaange gehalten.
Ein Stück Feld wurde nicht abgeerntet und so dem "alten Gott" geweiht.
Ein erlegtes Tier wurde in einem Baum befestigt.
Und im Gegenzug die Wäsche abgehängt, um zu verhindern, dass er sie mitnahm -und den Besitzer dazu.   :o

Bei mir um die Ecke ist ein Museum für Volksglaube mit tausenden Exponaten.

Auch für mich immer wieder verblüffend...  :-\
 
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De Wolf

#47
Schon schön, wenn wir über das biblische Alter bestimmter Personen lesen.  :opa:

Trotzdem war das Durchschnittsalter sicher viel geringer.

Weshalb Familienplanung - etwas anders praktiziert wurde als heute.

Interessant ist in dem Zusammenhang die Levirats- oder Schwagerehe, wonach man unter Brüdern verpflichtet war, die Witwe des Verstorbenen zu heiraten und stellvertretend für Nachwuchs zu sorgen. 

Das wurde auch von Onan verlangt, dem Sohn Levis und einer Kanaanäerin.

Der wollte nicht und zog sich im entscheidenden Moment dezent zurück.  :o

Dass das nicht gut ankam, kann mensch sich denken.

Gott - heißt es - bestrafte ihn mit dem Tod.  :(

Und das sollen wir glauben? Ich glaube vielmehr, da hat's einer mit  schwarzer Pädagogik versucht.

Geht gar nicht (mehr).  >:D



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De Wolf

#48
In einem Spätwerk hat sich Sigmund Freud mit dem Mann Mose befasst.

Und Parallelen zwischen dem Gott Israels und dem ägyptischen Atonskult gezogen.

Eine interessante Episode aus der 19. Dynastie,  wo der Pharao Amenophis der Vierte (mit seiner Nofretete) dem traditionellen Polytheismus den Abschied gab und nur noch einen Gott gelten ließ.

Aton. Nach dem er sich Echnaton nannte. Der von Aton Begünstigte. 

Das zeigt auch die neue Ikonographe. Aton - die Sonnenscheibe - wird meist mit Streichelhänden dargestellt. Die zuweilen auch das Lebenskreuz Ankh halten. Und das Königspaar liebevoll umspielen.

Warum tat dieser Pharao das?

Wahrscheinlich waren ihm die Priester der alten Götter einfach zu mächtig geworden. Und er wollte sich durch seine neue Staatsreligion zum einzig wahren Mittler zwischen den Sphären machen.

Ob Mose, der "Prinz von Ägypten",  sich da Inspiration holte? Freud ist sich ziemlich sicher.

Fakt ist: Es gibt tatsächlich einige Parallelen zwischen Echnatons großem Sonnengesang und dem Psalm 104.

Insgesamt allerdings diese  Atonsreligion eigentlich eine ziemlich "elitäre" Sache, die schon vom ägyptischen Volk kaum angenommen wurde.

Warum also ausgerechnet von den israelitischen Fremdarbeitern? Die waren Ägypten ja ziemlich leid und wollten sich selbstständig machen.

Wie?

Nachzulesen im 2. Mosebuch. Oder demnächst hier...  :winke:

:coffee:



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De Wolf

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