Autor Thema: Die Sache mit den Päpsten...  (Gelesen 12403 mal)

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Offline De Wolf

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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #100 am: 06.03.2018 10:49:06 »
Dankeschön für Dein nettes Feedback. Dann machen wir mal weiter mit einem Rätselbild...

Bereit?  :winke:
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Offline De Wolf

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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #101 am: 06.03.2018 11:12:23 »
Was bitteschön zeigt das folgende Bild  (Quelle: Die Wikipedia) ?

Und sage keine(r): Ein Auto.

Das dürfte klar sein.   :))
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Offline Sisterinheart

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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #102 am: 06.03.2018 12:12:02 »
Ein altes Auto  :sg_smile:
Team Thusmenius

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>:D  Oh Quizzus, oh Quizzus, gib mir meine Punkte wieder!  >:D

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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #103 am: 06.03.2018 13:14:48 »
Ein altes Auto  :sg_smile:

Ich hab es geahnt...  :-\
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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #104 am: 06.03.2018 13:15:05 »
 ;)
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Online Cristina Viv

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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #105 am: 06.03.2018 13:49:59 »
Papamobil / Staatskarosse von Pius XII???  🤔
Sabine hat Recht ! Altes Auto ! :))
Durch die Menschenmenge wurden sie früher aber auch getragen !
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« Letzte Änderung: 06.03.2018 14:01:39 von Cristina Viv »
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Offline De Wolf

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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #106 am: 06.03.2018 15:51:27 »
Richtig. Es ist das älteste, offizielle, motorisierte Papamobil. Und ist ein Mercedes-Benz (Typ Nürburg 460).

Der Erste einer ganzen Reihe von Nobelkarossen, die das Unternehmen  für den Heiligen Stuhl baute...


Oder besser - umbaute. Denn zum edlen Interieur gehörte neben dem Spezialsitz aus Edelholz und Leder ein speziell bespanntes Wagendach mit Stickereien, die - wie bei kirchens üblich -  den Heiligen Geist als Taube darstellen.

Von Anfang an hatten die Autos übrigens Kennzeichen, die mit SCV begannen (lateinisch für Status Civitatis Vaticanae. Deutsch: Staat der Stadt des Vatikans).

Lästerzungen sahen darin ein Akronym und lasen: „se cristo vedesse“ (wenn Christus das sehen würde).  :-\

Aber das nur nebenbei...  :))

« Letzte Änderung: 06.03.2018 16:03:55 von De Wolf »
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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #108 am: 06.03.2018 16:11:33 »
Mit dem "Reisepapst" Johannes Paul II änderten sich die Anforderung an an die Autos.

Für seine Auftritte wurde der vertraute Fahrzeugtyp entwickelt, der dank Spezialgetriebe laangsamst durch dichte Menschenmengen fahren konnte und recht intensive Kontakte mit den Gläubigen ermöglichte...  ;)

Wir erinnern uns... .


https://www.google.de/search?rlz=1C1CHBD_deDE692DE692&biw=1279&bih=631&tbm=isch&sa=1&ei=Yq2eWvXVGNL2kwWz3J2gBQ&q=papamobil&oq=papamobil&gs_l=psy-ab.1.0.0i67k1j0l9.3254.3254.0.5340.1.1.0.0.0.0.115.115.0j1.1.0....0...1c.1.64.psy-ab..0.1.113....0.kWklmjhvdC4#imgrc=ZDjXGC-PcrbvGM:
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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #109 am: 06.03.2018 16:15:00 »
Die Verglasung wurde übrigens nach dem 13. Mai 1981 hinzugefügt, nachdem der Rechtsextremist  Mehmet Ali Ağca ein Attentat auf den Papst gewagt hatte.

 :(
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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #110 am: 17.03.2018 15:42:54 »
Vielleicht nochmal zurück zum Pacelli Papst Pius. Der schon eine aristokratische Erscheinung war. Ganz anders als sein Nachfolger Johannes XXIII. 

Als er - neu gewählt - auf der berühmten Loggia erschien, soll eine Nonne in Ohnmacht gefallen sein mit den denkwürdigen Worten. "Un Crasso."

Also: Ein Dicker.

Dass er in der Tat Gewicht hatte, zeigte die baldige Einberufung eines Ökumenischen Konzils in den Vatikan.
Das Ziel war, die Kirche zumindest ein Stück weit zu reformieren und neuen gesellschaftlichen Verhältnissen Rechnung zu tragen.

Ich saach mal: Messe in der jeweiligen Landessprache.

Das Wort Ökumene bezeichnet in diesem Zusammenhang übrigens die eine, weltumspannende, katholische Kirche.
Es war also nicht daran gedacht, jetzt Angehörigen anderer Konfessionen Mitspracherecht zu geben.  ;)

Das war und ist Zukunftsmusik.  :(

Es gab allerdings interessierte Nichtkatholiken, die als Beobachter fungierten. Etwa den Schweizer Theologen Karl Barth, der auch in QD Kreisen durch seine Kirchliche Dogmatik bekannt ist.

(Unter Insidern wegen seines Einbands (und Umfangs) auch als Weißer Wal bekannt.)

Aber das ist eine andere Geschichte.  O:-)
« Letzte Änderung: 26.06.2018 15:01:34 von De Wolf »
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Offline Forest Dance

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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #111 am: 17.03.2018 16:58:13 »
Zu Schweizer Theologen fällt mir gerade heute noch einer ein:

Der gebürtige Schweizer Professor Hans Küng, der am Montag 90 Jahre alt wird.
Seine Kernforderung:

"Mehr Jesus-weniger Papst"

Auch er konnte sich damit noch nicht durchsetzen.
Mehrmals wurde er zur Ordnung gemahnt, die Veröffentlichung einiger seiner Bücher
wurde ihm verboten. Papst Johannes Paul II entzog ihm schliesslich die Lehrerlaubnis
als katholischer Professor. Die Universität Tübingen berief ihn an den
Lehrstuhl für Ökomenische Theologie, der für ihn gemacht wurde.

Ein Vordenker, der die Verständigung von Christen, Juden und Muslimen sucht.
Seine Stiftung Weltethos sucht nach ethischen Normen,
damit Menschen sich konfessionsübergreifend verstehen.
Gerade in diesen Zeiten etwas, das ungemein wichtig ist.

(Quelle: Reutlinger Generalanzeiger vom 17.03.2018)
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Antw: Die Sache mit den Päpsten...
« Antwort #112 am: 26.06.2018 16:30:44 »
Ach ja. Die Geschichte der Päpste erinnert mich ein bisschen an die Highlanderfilme. 

An die Devise. "Es kann nur einen geben".

Und doch  kommt immer wieder jemand, der das anders sieht.

Im Mittelalter führte das zu dem berühmt-berüchtigten Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst.

Mit der zentralen Frage: Ist nun der Papst dem Kaiser untertan - als oberster Bischof des Imperiums? Wie das Karl der Große der Große oder die Ottonen sahen?

Oder die Kaiser von Byzanz (Ostrom) mit ihrem Patriarchen?

Ein Konzept, das den schönen Namen Cäsaropapismus trägt.

Oder ist es gerade andersherum? Und der Kaiser Untertan und Steigbügelhalter seines päpstlichen Oberherrn?

Was mit dem Begriff der Theokratie beschrieben wird.

Das war DER erbitterte Streit, der das ganze Mittelalter durchzog und letztlich mit einer Schwächung beider Instanzen endete.

Wobei das Sendungsbewusstsein des Papstes als Stellvertreters Christi auch das Verhältnis zum "Kollegen" in Konstantinopel trübte.

So kam es 1054 zum Bruch zwischen Ost und West. Zum Großen Schisma, das auch Griechisches oder Morgenländisches Schisma genannt wird.
Papst und Patriarch exkommunizierten sich gegenseitig.

Eigentlich ein unmöglicher Zustand, der erst am 7. Dezember 1965 - zum Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils - beendet wurde.

Bezeichnend an der Sache ist, das man nicht vom römischen oder (ersten) abendländischen Schisma spricht. Aber das nur nebenbei...  :-\
« Letzte Änderung: 27.06.2018 15:06:18 von De Wolf »
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« Antwort #113 am: 14.07.2018 20:35:48 »
A propos päpstliches Sendungsbewußtsein.

Dazu gehörte nach päpstlichem Selbstverständnis früherer Zeiten  auch, Irrlehrern den Kampf anzusagen.

Eine Aufgabe, die bekanntermaßen den Domikanern übertragen wurde, den "Hunden des Herrn".

Zuweilen führte der Kampf gegen die Feinde des Glaubens aber auch zu regelrechten Glaubenskriegen.

Etwa in Südfrankreich (Okzitanien), wo die Glaubengemeinschaft der Katharer ("Ketzer") zahlreiche Anhänger hatte.

Nicht zuletzt, weil sie berechtigte Kritik an einer veräußerlichten Großkirche mit einem hohen moralischen Anspruch an die eigenen Leute verband.

So entstand ein Konflikt der von beiden Seiten mit großer Härte geführt wurde, bis dann endlich mit massiver Unterstützung der französischen Krone auch die letzte Ketzerhochburg erobert wurde.

Die legendäre Festung Monsegur. Die auch in der Gralslegende eine wichtige Rolle spielte (Ihr wisst ja: Jugend und ewiges Glück...  ;)).

Das tat der König natürlich nicht aus reiner Sympathie zum Papst.

Am allerwenigsten aus Sorge um den wahren Glauben. Sondern um ein konkurrierendes Zentrum von Macht und gehobener Kultur auszuschalten.  :baseball:

Und so dem großen Ziel eines französischen Nationalstaates näherzukommen.

Eine Strategie, die in letzter Konsequenz auch zum Ende der päpstlichen Allmachtsträume führen musste.

Ich erinnere an Bonifaz VIII., der Anno 1302 in seiner Bulle Unam Sanctam nochmals den altbekannten Weltherrschaftsanspruch formulierte.

Das missfiel seinem einstigen Partner,  dem französischen König, dann doch sehr.

Es kostete ihn nur ein kaltes Lächeln und eine Handvoll Soldaten, um Bonifaz unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Und seine Nachfolger ins Exil nach Avignon zu führen.

Der Name des Königs? 

Philipp IV., genannt der Schöne. Französisch Philippe IV le Bel. Englisch: Philip the Fair.

Also ich weiß nicht. Fair ist irgendwie - anders...  :-\



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